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History

Man schrieb das Jahr 1990. Ein ziemlich abgebrannter Elektroinstallateur-Lehrling namens Mazze beschloss, dem gefrusteten Dasein ohne Kohle ein Ende zu setzen.

Die Auftritte mit der Hardrockband brachten außer ein paar Flaschen Bier kaum etwas ein. So beschloss er seine Talente etwas lukrativer einzusetzen. Im Kleinanzeiger der NWZ dann die rettende Anzeige: UNITED FOUR sucht Bassist mit Gesang.

Mazze, seines zeichens Heavy-Gitarrist, dachte sich : "Dat kann so schwer nich soin!" und lieh sich kurzerhand einen Bass aus, womit es dann zum Vorspielen ging. Norbert, Hansi und Thomas waren die drei, die voller Erwartung und etwas geschockt von Mazzes Erscheinung erst mal checken wollten, was dieser denn so drauf hat, was an solchen Stücken wie "Irgendwann, Irgendwo..." oder "I promised myself" festgestellt werden sollte. Da man musikalisch sehr zufrieden war, jedoch mit dem Alter des damals 20jährigen nicht so glücklich war, dauerte es zwei Wochen, bis Mazze den entscheidenden Anruf und Zuschlag erhielt.

Nur zwei Wochen später hatte sich Mazze das komplette Programm draufgeschafft, worauf auch gleich der erste Auftritt folgte.

Zu dieser Zeit war für Mazze eher das Geld als die musikalische Entfaltung wichtig, jedenfalls in Bezug auf "UNITED FOUR", da er weiterhin in 2 Hardrockkapellen die Gitarre bediente, was ihn doch ziemlich ausfüllte. Mit der Zeit musste er allerdings feststellen, dass ihm der Job bei "UF" wesentlich mehr einbrachte, als die zahlreichen Proben und Jugendzentrum-Auftritte härterer Art. So befasste er sich etwas mehr mit dem Thema "Tanzmusik und Top40" und sah sich, wenn die Zeit es zuließ, die Konkurrenz an. Leider musste Mazze feststellen, dass das, was er mit "UF" produzierte, in keiner Weise an das heranreichte, was er für gut befand. So kam es ihm nur recht, dass der damalige Keyboarder Thomas sich entschied die Band zu verlassen, woraufhin Mazze einen Keyboarder namens Bunti vorschlug, mit dem er schon Jahre zuvor zusammengespielt hatte. Da dieser zwar einen kleinen Schaden hatte, jedoch ein ausgezeichnetes Keyboardspiel vorwies, war der erste Schritt in die richtige Richtung getan.

Mazze befasste sich nun nur noch mit einer Hardrockkapelle und widmete sich mehr und mehr "UNITED FOUR". Die Auftragslage wurde immer besser, woraufhin Norbert ( Schlagzeuger , Manager und Proberaumbesitzer) die Musik nicht mehr mit seinem Beruf unter einen Hut bringen konnte und somit das Handtuch warf. Mazze übernahm das Management und besann sich auf seinen langjährigen besten Freund Schüttie, der zufällig auch noch einer der begnadetsten Drummer der Region war und außerdem einen Proberaum besaß.

Schütties Äußeres allerdings passte so gar nicht zum Bild des gängigen Tanzmusiker-Klischees, was jedoch mit Hilfe einiger Haarbänder zunächst begradigt wurde. Da die Moderation auf der Bühne bisher die Aufgabe Norberts gewesen war, übernahm Mazze auch diese Aufgabe und entdeckte seine Entertainer-Qualitäten.

Schütties erster Auftritt (incl. feierlicher Drumstick-Übergabe) auf dem Oldenburger Stadtfest erwies sich mehr oder minder als Fiasko, da dieser sich vor lauter Nervosität durch sämtliche Arten von Alkohol geforscht hatte. So passierte es denn , dass er sich, beladen mit einem Tablett voll Bier (als Einstand ), lang auf die Schnauze legte, was er jedoch umgehend mit einem unglaublichen Schlagzeugsolo (das erste in der Geschichte von "UF") vergessen ließ.

Das Schicksal nahm seinen Lauf und das Alki-Image sollten "UNITED FOUR" nie wieder loswerden, was sie jedoch auch immer wieder mal mit Hilfe von Jägermeister und Red Bull bestätigten. Musikalisch war das Ziel nun höher gesteckt als je zuvor und auch die Auftritte wurden immer größer und zahlreicher, woraufhin man sich entschied UNITED FOUR zum Hauptberuf zu erklären, um sich nur noch der Musik zu widmen.

Mittlerweile war Mazze vier Jahre bei "United Four" und Bunti drei, doch war irgendwie trotz Schütties Einstieg nicht alles perfekt. Musikalisch hatte man sich weiterentwickelt, doch das einzige Gründungsmitglied Hansi konnte instrumental nicht mehr mithalten,was man jedoch zunächst auch aus freundschaftlichen Gründen zurückstellte.

Wie der Zufall es wollte, nahm Mazze zu dieser Zeit irgendwo in Bremen an einem Talentwettbewerb teil (welchen er auch gewonnen hat!),wo ihm ein langhaariger Barde namens Tommy auffiel, der mal eben Richard Marx zum Besten gab. Man war sich sofort sympatisch und tauschte Telefonnummern aus, da Mazze gerade auf der Suche nach einem Sänger für die Hardrockband war.

Wenig später stieg Tommy dann auch ein, woraufhin man fast 2 Jahre zusammenspielte, bis Tommy bei einer Probe in einer ruhigen Minute mal eben die Gitarre nahm und losrockte. Schüttie und Mazze, völlig überrascht, dass dieser Typ auch noch eine Mörder-Gitrre spielte, zogen die Konsequenzen. Mittlerweile sehr gut mit Tommy befreundet überzeugten sie ihn, dass ihm nichts Besseres als "UF" passieren könnte und boten ihm den Posten als Gitarrist bei "UF" an. Diesen Schritt hatten sich Schütte und Mazze lange überlegt, da Tommys Einstieg auch Hansis Ausstieg zur Folge haben würde, da zwei Gitarristen nun mal überflüssig waren. Doch man wollte mehr erreichen, als in der derzeitigen Besetzung möglich war. Dass Hansi von dieser Tatsache nicht unbedingt erbaut war, war eigentlich klar. Hatte er doch UNITED FOUR gegründet. Nach einer langen Aussprache wurde man sich jedoch irgendwie einig und trennte sich im Guten. Kurz vor dieser entscheidenden Wendung geschah es, dass Mazze auf eine Zigaretten-Werbung aufmerksam wurde, auf der ein Model eine Kuh-Weste trug. Zufällig war es auch die Zeit des Rinderwahnsinns. Peng machte es in Mazzes Kopf (oder so ähnlich...) und das Kuh-Image war geboren.

Jetzt stand dem unaufhaltsamen Siegeszug fast nichts mehr im Weg. Aber eben nur fast ! Leider waren "UF" immer noch nicht die Vereinigten Vier, denn menschlich kamen Tommy, Mazze und Schüttie so gut miteinander aus, dass sie sogar zusammen in den Urlaub fuhren (incl. 2 Live-Gigs - Domenikanische Republik), leider aber war Bunti immer das fünfte Rad am Wagen. Da man zwangsweise unglaublich viel Zeit zusammen verbrachte, wurde dieses Problem immer größer, man redete also nur das Nötigste, was natürlich für beide Seiten nicht unbedingt zufriedenstellend war. Die Bekanntheit von "UF" wuchs immer mehr, man spielte auswärts in Hamburg, Kiel, Düsseldorf, manchmal vor ca. 10.000 Leuten aber auch der Abstand von Schüttie, Mazze und Tommy zu Bunti wuchs leider mit.

Mittlerweile hatte sich auch ein Fanclub gegründet (MUH-TANTEN, siehe Fanclub), viele Agenturen zeigten ihr Interesse an der Rinder-Wahnsinns - Show, alles lief gut, bloß das eine Problem ließ sich auf Dauer nicht beseitigen. So kam dann der Tag ("UF" im Vorprogramm von Simon Collins), dass Bunti seinen Ausstieg verkündete, bis Ende des Jahres 2000 aber bei "UF" bleiben würde.

Der Zufall spielt in der Geschichte von "UF" anscheinend eine große Rolle, denn nur einen Tag später bekam man über das Hauptmanagement eine Telefonnummer eines Keyboarders namens Danny, der schon zwei Jahre zuvor "UF" zu seiner Wunschband erklärt hatte, jedoch seinerzeit nicht benötigt wurde.

Nach einem Vorstellungsgespräch, einem Extremkeyboardfähigkeitstesting, einem "UF"-Saufgelage und nach exakter Berechnung seiner Haarlänge stand fest : Danny ist der neue Mann! Leider sollte man nach einiger Zeit feststellen, dass dies ein Irrtum war, da Danny sich innerhalb eines Jahres musikalisch als auch menschlich um 180 Grad drehte und nicht mehr die geforderte Leistung brachte, die von ihm verlangt wurde.

So ging es erneut auf die Suche nach einem geeigneten Keyboarder, der schnell in Meikkel gefunden wurde, welcher allerdings zu dieser Zeit auf Mallorca lebte. Meikkel hatte zuvor bei der Gruppe Albatross gespielt und wusste, wie das Leben in einer Band funktioniert. Kurzerhand flog er zu einem Vorspielen ein und bekam sofort den Zuschlag. Man war nun musikalisch besser denn je, Meikkel wandelte sich sogar zum Frontmann und Frauenliebling.

Diese Rolle und auch das musikalische Umfeld der anderen (Heavy Metal) führte jedoch dazu, dass Meikkel sich nach 4 erfolgreichen Jahren in der Band nicht mehr wohl fühlte. So verkündete erneut ein Keyboarder seinen Ausstieg.

Darufhin verkündete Mazze eine Idee, die er schon seit 2 Jahren hatte: „Wir suchen uns keinen neuen Keyboarder, sondern einen 2. Gitarristen!“. Allgemeine Panik brach aus und zunächst erklärten alle Mazze für verrückt. Man könne dann nicht mehr alle Stücke spielen und würde musikalisch viel zu hart werden. Techniker Cord kam daraufhin mit der Idee, doch Gitarren-Synthesizer einzusetzen.

Flugs wurde deutschlandweit nach einem passenden Gitarristen gesucht, leider bewarben sich nur Leute, die sowohl musikalisch als auch optisch nicht an das heran reichten, was man sich vorgestellt hatte.

Eines Tages jedoch rief bei Mazze ein Gitarrist mit bulgarischem Akzent an und bekundete sein Interesse an der freien Stelle: „Das ist genau das, was ich machen will!“ Kriss war am Telefon, bisher Gitarrist bei der Top40-Band Five Set, die sich just aufgelöst hatten.

Da man Kriss bereits kannte, sich aber jedoch nicht sicher war, ob er denn wirklich der Richtige war, wurde er zum Vorspielen eingeladen….Schon beim Warmspielen wurde Mazze, Tommy und Schüttie klar, dass dieser Heldengitarrist der Richtige war. Auch die Wurzeln von Kriss liegen im Hardrock und schnell war man sich symphatisch. Nach 2 Monaten eifrigen Probens ging es dann in der neuen Formation los und alle Befürchtungen waren wie weggeblasen
Ein Erfolg jagte den anderen, die Bühnenperformance war besser denn je , so daß man sich nur kurze Zeit später gegen 60.000 andere Bewerber beim RTL „Supertalent“ durchsetzen konnte und es dort bis ins Halbfinale schaffte.

Daraufhin wuchs die Fangemeinde immens und man war so viel unterwegs wie noch nie,
so daß die Wege sogar bis in die Schweiz und Belgien führten.
Einige Jahre später erhielt Mazze von einem gewissen Janneck ein Video, auf dem dieser Schlagzeug spielte. Mazze war sofort angetan und gründete mit ihm die Heavy-Metal-Band „Black Radar“. Janneck begann außerdem als Techniker bei UF und bekundete, daß er schon, seit er 6 Jahre alt war, Fan der Kuhband sei. „Black Radar“ verlief aufgrund der Auftragslage von UF im Sande, so daß Janneck sich musikalisch wieder anderen Projekten verschrieb.
Im Sommer 2018 verkündete dann Schüttie sehr unerwartet seinen Ausstieg, woraufhin es natürlich nur einen gab, der seinen Posten ausfüllen und zur Band passen würde: Janneck erhielt innerhalb von 30 Minuten den Zuschlag, musste ja 3 Tage später die Formation aufgrund eines Auftritts wieder komplett sein, und verleiht der Band seitdem neue Energie – nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich.

…to be continued!
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